Abschied vom Herzensort

Mit einer ebenso herzlichen wie feierlichen Verabschiedung im kleinen Kreis ging im Marienheim eine echte Ära zu Ende: Zum 31. Mai wurde die langjährige und allseits geschätzte Mitarbeiterin Roswitha Koers offiziell in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Heimleiter Rüdiger Böckenfeld stellte ein schönes Zitat des Schriftstellers Guy de Maupassant in den Mittelpunkt einer kleinen Rede: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Genau dieses Motto war in all den Jahren das Markenzeichen der gelernten Heilerziehungspflegerin. Für sie stand das Wohl „ihrer“ Bewohnerinnen und Bewohner immer an allererster Stelle.

Stolze 23 Jahre lang hat Roswitha Koers das Marienheim mit viel Leben, Herz und Verstand erfüllt. Ihre Reise begann am 1. April 1988 in der Wohngruppe „Sterntaler“. Mit viel Schwung absolvierte sie bald die Weiterbildung zur Heilpädagogin und übernahm schon 1992 die stellvertretende Leitung der Außenwohngruppe (AWG) Backhaus. Nach einer spannenden Familien- und Auslandsphase, die sie unter anderem in eine inklusive Wohngemeinschaft nach Kanada führte, zog es sie im Jahr 2009 zurück an ihren „Herzensort“: Sie startete wieder als stellvertretende Gruppenleitung der AWG Am Mesterkamp durch und übernahm ab April 2021 schließlich die Leitung der Außenwohngruppe.

In all den Jahren erlebte und gestaltete sie den großen Wandel der Einrichtung von Grund auf mit – weg vom alten „Krankenhaus-Stil“ und hin zu einer modernen, zugewandten Wohn- und Betreuungseinrichtung für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Bei diesem emotionalen Abschied wurde sie liebevoll von ihrem Ehemann und einer ihrer drei Töchter, Clara Koers, sowie der langjährigen Kollegin, Martina Ahlers, begleitet.

Heimleiter Rüdiger Böckenfeld beschrieb die frischgebackene Rentnerin als überaus aufmerksam, teamorientiert und fachlich absolut top. Mit ihrer wunderbar freundlichen Art hat sie die Atmosphäre im Haus aktiv geprägt und unzähligen Praktikanten, Schülern und neuen Kollegen den Start erleichtert. Angesichts des heutigen Fachkräftemangels betonten die Verantwortlichen, wie schwer es sein wird, eine so engagierte Kollegin zu ersetzen.

Als dickes Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz überreichten Geschäftsführer Michael Niehues und Heimleiter Rüdiger Böckenfeld einen wunderschönen Blumenstrauß und einen prall gefüllten Präsentkorb. Da das eigene Haus umgebaut und der Garten bereits perfekt auf Vordermann gebracht ist, freut sich Roswitha Koers nun auf viel Zeit für sich selbst, ihre Familie und all die neuen, schönen Begegnungen, die das Leben bereithält.

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