Neue Pflegebetten mit modernster Technik
Über viele Jahre wurde die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner mit Pflegebetten durch einen Hersteller sichergestellt. Da dieser Hersteller seinen Betrieb einstellt und auch die Versorgung mit Ersatzteilen nicht mehr gewährleistet ist, sah sich die Einrichtungsleitung genötigt, einen neuen Hersteller für die benötigten Pflegebetten zu finden. Dieser Handlungsbedarf wurde noch dadurch verstärkt, dass die vorhandenen Betten zwar noch funktionstüchtig, aber auch schon deutlich „in die Jahre“ gekommen sind.
Bei der Suche nach einem neuen Hersteller machten sich Geschäftsführung Michael Niehues und Heimleiter Rüdiger Böckenfeld auf dem Weg zur Pflegefachmesse nach Essen. Dort erhielten die beiden einen guten Überblick über die derzeitige Marktlage. Ein Anbieter kristallisierte sich heraus, der von der Funktionsweise der Pflegebetten sehr gut überzeugen konnte.
Zunächst wurde dann ein Probebett ins Haus geholt und einzelne Bewohner*innen und verschiedene Mitarbeiterteams konnten dieses Bett „auf Herz und Nieren“ testen.
Nachdem dieser Test positiv verlaufen ist, ist die Entscheidung gefallen und es wurden schließlich insg. 32 neue Pflegebetten bestellt. Ende November wurden die Betten geliefert, die zum Teil individuell auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen und Bewohner mit entsprechendem Zubehör ausgestattet wurden.
Bei allen neuen Pflegebetten handelt es sich um sog. Niedrigpflegebetten. Diese können bis auf eine Höhe von 20 cm heruntergefahren werden. Wichtig ist diese Funktion für Menschen mit einem Sturzrisiko, das besteht, wenn jemand mit eingeschränkter Mobilität z.B. nachts aus dem Bett aussteigen möchte. Neben der Verringerung des Sturzrisikos trägt diese Funktion des Pflegebettes dazu bei, andere Maßnahmen (z.B. freiheitsbeschränkte Maßnahme durch ein Seitengitter) zu vermeiden.
Darüber hinaus können die Betten mit einer Sensortechnik (SafeSense ®) ausgestattet werden, die ebenfalls die Sicherheit der Bewohner*innen erhöht und das Betreuungspersonal unterstützt und entlastet. So kann über diese Sensortechnik beispielsweise ein sog. Bewegungsmonitoring erfasst werden. Dies dient der Erkennung von Dekubitusrisiken, woraus bei Bedarf ein effektives Lagerungsmanagement abgeleitet werden kann.
Ein sog. Bed-Exit-Monitoring erstellt einen Überblich über die Bettbelegung. Dadurch können, insb. im Nachtdienst, Kontrollgänge priorisiert werden und es kann im Einzelfall schnell reagiert werden, wenn eine Person Unterstützung bei der Rückkehr ins Bett benötigt.
Eine weitere Funktion des SafeSense-Systems ist die Möglichkeit durch eine sensorische Auflage zu erkennen, ob sich Feuchtigkeit im Bett befindet. In diesem Fall erfolgt eine Meldung an das Betreuungspersonal. Auch dies stellt eine wichtige Unterstützung für die pflegerische Versorgung von einzelnen Bewohner*innen in der Nacht dar.
Die genannten digitalen Pflegeassistenzsystem werden einzelfallbezogen in den neuen Pflegebetten installiert. Datenschutzrechtliche Aspekte werden dabei streng beachtet. Zurzeit wurden 14 SafeSense-System, ergänzend zu den neuen Pflegebetten, angeschafft und in Betrieb genommen.
Sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch das Betreuungspersonal freuen sich über die mit zukunftsweisender Assistenzsystemen ausgestatteten neuen Pflegebetten.



